Streuobst

Aktuelles zum Thema Streuobst

Der Landschaftspflegeverband Aschaffenburg hat im Jahr 2013 gemeinsam mit lokalen Akteuren für Goldbach als Modellgemeinde einen „Streuobstaktionsplan“ entwickelt. Das Ziel war Streuobstbewirtschafter bei Ihrer Arbeit zu unterstützen und brachgefallene Obstwiesen wieder in Pflege zu bringen.

Die Ergebnisse des einjährigen Projektes finden Sie hier:

Abschlussbericht:

Protokolle:

Karten Bestandserfassung Streuobst Goldbach:

Als erstes Ergebnis des Projektes wurden in den vergangenen Wochen mehrere Obstwiesen am Waldfriedhof, am Motorradsportgelände und in der Eisengrube freigestellt. Demnächst erfolgt dort die Pflege der Obstbäume. Die Flächen werden vom Schlaraffenburger Streuobstprojekt übernommen und weiterbewirtschaftet.

Broschüre: Naturgemäßer Obstbaumschnitt

Der Landschaftspflegeverband Aschaffenburg hat eine ausführliche Schnitt- und Pflegeanleitung für hochstämmige Streuobstbäume erarbeitet. Auf 60 Seiten werden praxiserprobte Schnitttechniken für Hochstämme empfohlen, deren Anwendung den Baum gesund erhalten und gleichzeitig den Arbeitsaufwand bei der Baumpflege minimieren. Besonderen Wert wurde auf die anschauliche Grafiken und Fotos mit kurzen prägnanten Erläuterungstexten gelegt. Die Anleitung zeichnet sich durch eine sehr hohe Verständlichkeit für Laien bei gleichzeitig detaillierten Fachtipps auch für erfahrene Praktiker aus.

Die Broschüre ist für 10 € im Bürgerbüro im Rathaus erhältlich oder kann gegen 1,90 € Versandkosten bestellt werden bei:

Schlaraffenburger Streuobstprojekt,
06029/99 56 44,
birgit.gemmecker@schlaraffenburger.de

Baumpflege als Dienstleistung

Wer nicht mehr in der Lage ist seine Obstbäume selbst zu schneiden, kann sich an professionelle Baumpfleger wenden. Die Kosten liegen bei einem mittelgroßen Apfelbaum bei ca. 60 €.

Unterwuchspflege als Dienstleistung

Dienstleistung Unterwuchspflege

  • Pferdepension Winkler, Antti Winkler, Goldbach, Mobil: 0177/8387241, winkler.happy-horse@gmx.de

  • Michael Schmidt, Karlstraße 10, 63773 Goldbach Mobil: 0171/5 15 95 77

Entsorgung Schnittgut

Schnittgut

Gerade bei größeren Schnitteingriffen kann eine große Menge Schnittgut zusammenkommen. Hier gibt es mehrere Entsorgungsmöglichkeiten:

Entsorgung am Grünabfallplatz der Gemeinde
Das Schnittgut kann kostenlos zum Sammelplatz für holzigen Grünabfall im Recyclinghof gebracht werden.

Häckseln durch Dienstleister
Das Häckseln mit Forstmulcher empfiehlt sich bei sehr großen Schnittgutmengen. Das Schnittgut wird auf Streifen aufgesetzt und der Forstmulcher verarbeitet es in kürzester Zeit zu Häckselmaterial, das auf der Fläche verbleibt und verrottet. Im Gegensatz zum konventionellen Häcksler muss das Häckselgut nicht mehr in den Häcksler eingeführt werden.

Hierfür stehen folgende Dienstleister zur Verfügung:

  • Landschaftspflege Stürmer (Forstmulcher), Bergklingerhof, 63846 Laufach, Tel.: 06093/7197, Mobil: 0170/5 63 57 75, stuermer-landschaftspflege@web.de

  • Michael Schmidt (Häcksler), Karlstr. 10, 63773 Goldbach, Mobil: 0171/5 15 95 77

Verbrennen
Aus ökologischer Sicht sollte das Verbrennen von Schnittgut die letzte Alternative sein und nur angewandt werden, wenn die Verwertung auf dem Grundstück als Mulch oder die Entsorgung auf dem Grünabfallplatz nicht möglich ist. Der Zeitaufwand für das Verbrennen großer Mengen an Schnittgut ist mindestens so hoch wie für die Entsorgung.

Außerhalb der im Zusammenhang bebauten Ortsteile ist das Verbrennen von holzigen Abfällen aus dem Obstbau unter bestimmten Voraussetzungen möglich. Was hierbei zu beachten ist, regelt die „Pflanzenabfallverordnung –PflAbV“

Teilnahme am Schlaraffenburger Streuobstprojekt:
Durch die Teilnahme am Schlaraffenburger Streuobstprojekt können Sie höhere Mostobstpreise erzielen und erhalten Unterstützung bei der Bewirtschaftung.

Teilnahme am Schlaraffenburger Projekt

Streuobst Börse

Suchen Sie eine Obstwiese zu kaufen oder zu pachten? Oder möchten Sie ungespritztes Streuobst direkt vom Erzeuger kaufen? Haben Sie Edelreiser oder Werkzeug abzugeben?

mehr: Streuobst-Börse

Ihre Ansprechpartner zum Thema Streuobst in Goldbach

Markt Goldbach
Herr Dieter Allig
Sachsenhausen 19, 63773 Goldbach
Dieter.Allig@markt-goldbach.de
+49 06021/5006-48

Obst- und Gartenbauverein Goldbach
An den Seen 18a, 63773 Goldbach
ms.rausch@t-online.de,
www.ogv-goldbach.de
Tel.: 06021 /52621

Obst- Gartenbauverein Unterafferbach
Herr Kraus Karl-Heinz
Sportplatzstr. 9, 63773 Goldbach, Unterafferbach
Tel.: 06021 5 32 30

Imkerverein Goldbach Herr Gerhard Albert
An den Seen 1a, 63773 Goldbach
galbert@t-online.de,
www.imker-goldbach.de
Tel.: 06021 540410

Kelterei Stenger GmbH
Hauptstr. 7, 63773 Goldbach
kelste@kelterei-stenger.de,
www.kelterei-stenger.de
Tel.: 06021/51756

Schlaraffenburger Streuobstprojekt
Herr Alexander Vorbeck
Heimbach 8, 63776 Mömbris
alex.vorbeck@schlaraffenburger.de,
www.schlaraffenburger.de
Tel.: 06029/99 56 44

Weitere Ansprechpartner und Keltereien im Landkreis

Energie und Umwelt

Integriertes Engerie und Klimakonzept für die "Region Bayerischer Untermain"

Integriertes Energie- und Klimakonzept der Region Bayerischer Untermain

In der Kreistagssitzung vom 21. Mai wurde das erarbeitete Energie- und Klimakonzept der Region Bayerischer Untermain gebilligt und damit auch die vorgesehenen Maßnahmen zum Klimaschutz und zur Realisierung der Energiewende.

Auch der Marktgemeinderat hat sich in seiner Stellungnahme in der Marktgemeinderatssitzung am 09. März zu den angestrebten Zielen und den damit verbundenen Maßnahmen zur Einsparung und zur umweltverträglichen Erzeugung von Energie bekannt.

Schon im Jahr 2010, also noch vor der Reaktorkatastrophe von Fukushima im März 2011, hatte die Region Bayerischer Untermain mit den Landkreisen Aschaffenburg und Miltenberg und der Stadt Aschaffenburg die Erstellung dieses Konzepts zur Ermittlung von Klimaschutz- und Energieeinsparpotenzialen in Auftrag gegeben.

Mit dem plötzlichen Beschluss zur umfassenden Energiewende mit dem Ausstieg aus der Atomenergie bis zum Jahr 2022 erlangte dieser Auftrag noch zusätzliches Gewicht. Denn die deutliche Reduzierung des Energieverbrauchs in den nächsten Jahren ist eine unabdingbare Voraussetzung für das Gelingen der Energiewende, vor allem in Bayern, das bisher seinen Strombedarf von 92,0 TWh (= 92 Billionen kWh) bislang zu rd. 51 % aus der Kernkraft, ca. 26 % aus erneuerbaren Energien, rd. 14 % aus Gasen und ca. 9 % aus Kohle sowie anderen Energieträgern gewann.

Selbst bei einer Verwirklichung der angestrebten Verdoppelung der Stromerzeugung aus Erneuerbaren Energien auf 52 % bliebe bei nur gleichbleibendem Stromverbrauch nach Abschaltung der Kernkraftwerke eine erhebliche Versorgungslücke. Dem kann nur mit einer deutlichen Energieeinsparung entgegengewirkt werden, wenn diese Deckungslücke nicht durch klimaschädliche fossile Energieträger ausgeglichen werden soll.

Im Energie- und Klimakonzept der Region Bayerischer Untermain wurde als Zielsetzung eine Reduzierung des gesamten Energieverbrauchs bis zum Jahr 2030 um 25 % vorgegeben. Bei einem Anteil am Gesamtenergieverbrauch von 35 % durch die Wirtschaft, 22 % durch die privaten Haushalte und 41 % durch den Verkehr können die Bürgerinnen und Bürger persönlich einen wichtigen Beitrag zur Energieeinsparung leisten.

Die wirksamsten Maßnahmen, die auch im Energie- und Klimakonzept vorgeschlagen werden, sind Wärmedämmungen an Gebäuden (Fassade, Dach und Fenster), Verwendung energieeffizienter Heizungen, Geräte und Fahrzeuge sowie die Verdoppelung des Öffentlichen Nahverkehrs.

Neben bereits erfolgter eigener Energieeinsparungsmaßnahmen am Rathaus, in der Sporthalle, im Waldschwimmbad und Hallenbad, an kommunalen Wohngebäuden oder bei der Straßenbeleuchtung hält der Markt Goldbach auch schon einige Anreize für Bürger zum Energiesparen vor.

Neben dem Umweltberatungsschein, mit dem zu Energieeinsparmaßnahmen derzeit ein Zuschuss von 125,- € gezahlt wird, erfolgt eine Bezuschussung für die Nutzung des ÖPNV innerhalb Goldbachs und Hösbachs durch die Reduzierung des Fahrpreises auf 1,- € für Erwachsene und 0,50 € für Kinder. Außerdem erhalten Schüler für die Nutzung des Busses für den Schulweg in Goldbach durch den Markt Goldbach verbilligte Monatskarten. Die Ziele für den Klimaschutz und die Energiewende können zudem durch Energieberatungen im Landratsamt oder in der örtlichen Bauverwaltung sowie ggf. durch weitere finanzielle Anreize unterstützt werden.

Über die geplante Einstellung eines Klimaschutzmanagers im Landratsamt soll eine abgestimmte, vernetzte und effiziente Zusammenarbeit im Landkreis erfolgen.