Asylbewerberhelferkreis

Liebe Goldbacherinnen und Goldbacher,

„Wir schaffen das“ – mit diesem Satz ging die damalige Bundeskanzlerin 2015 in die Geschichtsbücher ein, als sie der Bevölkerung in Deutschland Mut machte, die Migrationswelle im Herbst 2015 bewältigen zu können. Auch in Goldbach wurden ab diesem Zeitpunkt, vereinzelt auch schon vorher, Geflüchtete in verschiedenen Einrichtungen aufgenommen. Neben der Entstehung von dezentralen Unterkünften entschied sich die katholische Kirchenstiftung Maria St. Immaculata 2015 ein Übergangswohnheim im Ortsteil Süd auf dem kircheneigenen Grundstück zu errichten. Parallel dazu entstand durch eine private Initiative die Teilgemeinschaftsunterkunft an der Lache. Beide Unterkünfte werden seitdem von der Regierung von Unterfranken angemietet und durch hauptamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter verwaltet.
Als Frau der ersten Stunde entschied sich Ulrike Metzner damals einen Asylbewerberhelferkreis zu gründen, um die Geflüchteten in Goldbach ehrenamtlich zu unterstützen. Der Markt Goldbach ernannte sie zur seiner Asylbeauftragten und es entstand ein beachtliches Netzwerk von freiwilligen Helferinnen und Helfern, die ganz individuell in verschiedenen Bereichen tätig wurden. Durch „fördern und fordern“ wurde die Integration der Neubürger vorangetrieben und zahlreiche gute Ergebnisse erzielt, von denen letztendlich alle Bürgerinnen und Bürger profitieren. Herzlichen Dank hierfür an alle Helferinnen und Helfer! Einmal mehr zeigt sich die Wirksamkeit der Verzahnung von Ehrenamt und Hauptamt.
Mittlerweile ist der Asylbewerberhelferkreis personell nicht mehr so gut aufgestellt wie vor einigen Jahren, obwohl nach wie vor Hilfe benötigt wird. Viele Stunden ehrenamtliche Arbeit sind notwendig, wenn eine Familie in Goldbach ankommt, denn hauptamtliche Stellen sind überfordert die zahlreichen notwendigen Hilfestellungen zu Beginn zeitnah bewältigen zu können. Auch bei bereits ansässigen Familien ist Begleitung oft noch notwendig, um Schritt für Schritt ein eigenständiges Leben zu ermöglichen und Integration tatsächlich zu verwirklichen – Hilfe zur Selbsthilfe ist hier die Devise!
Der Markt Goldbach steht mit dem Asylbewerberhelferkreis in regem Austausch, der durch regelmäßige Treffen – trotz Corona – wieder intensiviert wurde.
Wir suchen dringend interessierte Personen, die diesem Kreis beitreten und aktiv werden wollen!
Hausaufgabenhilfe, Deutschunterricht, Hilfe bei Behördengängen, Unterstützung bei Formularen, Begleitung bei Arztbesuchen u.s.w. – die Familien sind für jede Hilfe dankbar.
Auch wenn das Thema Migration durch die zahlreichen anderen „Baustellen“, wie beispielsweise Corona oder die Klimakrise derzeit etwas in den Hintergrund rückt, müssen wir am Ball bleiben und auf lokaler Ebene im Rahmen unserer Möglichkeiten zum Gelingen einer erfolgreichen Integration beitragen.
Das Ausüben eines Ehrenamtes macht ja bekanntlich glücklich und trägt positiv zur Gesundheit einer Person bei. Zudem knüpft man wertvolle Kontakte und schließt nicht selten auch Freundschaften für’s Leben. Durch die Erweiterung seines Umfeldes sieht man manches oft auch aus einem anderen Blickwinkel, denn die Sitzweise bestimmt oft die Sichtweise auf bestimmte Themen.
Wir freuen uns über jede potentiell helfende Hand oder aber auch über Spenden an den Asylbewerberhelferkreis! Kontaktieren Sie hierfür bitte unsere Asylbeauftragte per Mail unter ulrike.metzner@t-online.de oder uns per Mail oder Telefon unter Poststelle@markt-goldbach.de
(06021-5006-0).


Ich freue mich schon auf viele neue Gesichter beim nächsten Treffen!

Herzlichst
Ihre Bürgermeisterin
Sandra Rußmann


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