Baumfällung

Liebe Goldbacherinnen und Goldbacher,

Bäume tragen am stärksten zur Attraktivität von Straßen und Wohnvierteln bei. Sie beeinflussen als „Klimaanlage“ das Mikroklima und somit das Wohlbefinden des Menschen, unterstützen als grüne Lungen die Verbesserung der Luftqualität und CO2-Bindung und leisten einen Beitrag zum Lebensraumerhalt durch ihre Funktion bezüglich Bodenerhalt und Regenwasserrückhalt.
Tatsächlich wächst der Baumbestand erfreulicherweise schon seit Jahren in den meisten Städten und Gemeinden an. Auch der Markt Goldbach achtet beim Aus- und Neubau von Straßen und Plätzen auf Baumpflanzungen, um diesen positiven Aspekten Rechnung zu tragen.
Umso schmerzlicher ist es, wenn aus objektiven Sachzwängen die Fällung eines Baumes an manchen Stellen unvermeidbar ist. Auf der öffentlichen Grünfläche am Kaiserberg steht eine Eiche, unter der eine Holzbank zum Verweilen einlädt. Leider befindet sich der Baum ca. einen Meter westlich der Grundstücksgrenze eines privaten Baugrundstücks, das 2022 bebaut werden soll. Derzeit hat er etwa die Hälfte seiner endgültigen Größe erreicht und ragt bereits 9 Meter über die Grundstücksgrenze in das 20 Meter breite Baugrundstück hinein.
Interne und externe Fachleute analysierten gemeinsam mit dem vom Bauherren beauftragten Planer die Auswirkungen einer Bebauung auf die vorhandene Eiche. Da man in der Regel davon ausgehen kann, dass die Hauptwurzeln eines Baumes sich analog der Baumkrone ausbreiten, würden bei dieser Art der vorgegebenen Bebauung ein Großteil der Wurzeln abgetrennt werden. Hierdurch entstünde Fäulnis, die im Laufe der Zeit zu einer zunehmenden Gefährdung der Standsicherheit bis hin zum Absterben des Baumes führt.
Grundsätzlich bestand sowohl beim Marktgemeinderat als auch bei der Verwaltung ein großes Interesse zum Erhalt des Baumes. Dennoch ist man nach Abwägung aller Risiken, Kosten sowie der gesetzlichen Grundlage (Art. 47 Abs.1 AGBGB) nach intensiver Diskussion einstimmig zu dem Ergebnis gekommen, dass die Entfernung des Baumes gepaart mit einer standortgerechteren Neupflanzung einer klimatoleranten Baumart der nachhaltigere und sicherere Weg darstellt. Der neue Baum wird mit dem entsprechenden Abstand zur Grundstücksgrenze je nach Baufortschritt voraussichtlich im Herbst 2022 gesetzt und besitzt bereits eine gewisse Größe, um das Ortsbild positiv beeinflussen zu können. Den Stamm der gefällten Eiche verarbeitet unser Bauhof zu einer Bank, die zukünftig unter dem neuen Baum stehen wird. Die Fällung ist bis spätestens Ende Februar diesen Jahres aufgrund naturschutzrechtlicher Vorschriften durchzuführen.

Wir bitten vor allem die Unterafferbacherinnen und Unterafferbacher um Verständnis für diese unausweichliche Maßnahme!

Herzlichst

Ihre Bürgermeisterin

Sandra Rußmann


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