Der Goldbacher Wald ist ausgezeichnet!

Für die Vielfältigkeit und Nachhaltigkeit des Gemeindewaldes erhält Goldbach den Bayerischen Staatspreis

Dass wir Goldbacher unseren Wald lieben, ist kein Geheimnis. Immerhin verbringen wir eine Menge Zeit unter den schattenspendenden Bäumen – ob beim Sport, beim Spaziergang, beim Beobachten der Vögel oder auf einer der vielen Veranstaltungen wie der HolzArt, unserer traditionellen Holzkunstausstellung, oder der Waldsinfonie mit unserer eigens gebauten Holzbühne.

Nun wurde unser knapp 300 Hektar großer Wald sogar ausgezeichnet. Und zwar mit dem Baye­ri­schen Staat­s­preis für vor­bild­li­che Wald­be­wirt­schaf­tung. Dieser wird seit 1997 alle zwei Jahre vom Bayerischen Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten an Waldbesitzer aus der Region verliehen. Mit dem Preis wird die herausragende Leistung für den Erhalt der Artenvielfalt im Rahmen der nachhaltigen Waldbewirtschaftung und -pflege gewürdigt.

Und Goldbach hat die Auszeichnung mehr als verdient: denn nicht nur mit Jubiläums-Projekten wie „800 Bäume für Goldbach“ sorgen wir dafür, dass es unserem Wald rundum gut geht. Nachweislich wird er bereits seit 150 Jahren mit eigenem, forstlich ausgebildetem Personal bewirtschaftet. Heute wappnen wir ihn für den prognostizierten Klimawandel: unser Forsttechniker strebt eine Mischkultur an und pflanzt auch seltene Baumarten wie Schwarz- oder Walnuss, um den alten Bestand zu verjüngen. In einem kleinen Saatcamp oberhalb der Edelweißkapelle wurden klimatolerante Baumarten mit eigenem Saatgut gepflanzt.

Dass der Goldbacher Wald mit seiner Größe im Verhältnis zu den 10.000 Bürgerinnen und Bürgern eher klein ist, tut der Faszination keinen Abbruch. Kindergärten und Schulklassen machen Ausflüge hierher, Wanderer folgen den Lehrtafeln, auf denen Informationen zu verschiedenen Waldnaturschutz-Projekten stehen, und die Vogelfreunde Goldbach sorgen zusammen mit dem LBV sowie den in Goldbach lebenden Asylbewerbern für den Unterhalt und die Reinigung von Nistkästen. Sogar für Fledermausfachleute ist unser Wald ein beliebtes Ziel: denn hier leben sage und schreibe 14 von den 25 in Bayern vorkommenden Fledermausarten.

In Sachen Vielfalt können also nicht nur die Bewohnerinnen und Bewohner der Gemeinde punkten – auch in unserem kleinen, aber feinen Wald geht es bunt zu. Ein besonderer Dank geht an unseren Forsttechniker und Revierleiter Dieter Allig sowie seinen Vorgänger im Amt, Theo Schäfer. Denn ohne ihre Fürsorge, ihre guten Ideen und ihr Verständnis für Nachhaltigkeit wäre unser Goldbacher Wäldchen heute nicht das, was es ist: ein Ort der Ruhe und des Lernens – mit Auszeichnung!


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