Gedanken zur Feuerwehr anlässlich des Florianstags und des 140-jährigen Jubiläums der Feuerwehr Unterafferbach

Bekanntlich musste Florian von Lorch im Jahr 304 n.Chr. für sein Bekenntnis zum christlichen Glauben und sein Eintreten für 40 verhaftete Christen sein Leben lassen, weshalb er in der Kirche als Märtyrer verehrt wird.

Die Feuerwehren haben den heiligen Florian auch zu ihrem Schutzpatron erhoben.

Denn sie haben es sich ebenso zur Aufgabe gemacht, ihren Nächsten in Notsituationen zu helfen.

Dabei müssen sie diese zum Glück nicht mehr vor Verfolgung bewahren, oder selbst um ihr eigenes Leben fürchten, doch einige Meldungen über Angriffe auf Angehörige von Hilfsdiensten bei ihrer Ausübung des Helfens haben inzwischen aufgeschreckt und erste aktive Helfer oder interessierte Anwärter abgeschreckt.

So hat sich der ehrenamtliche Hilfsdienst im Laufe der Geschichte deutlich gewandelt.

Ursprünglich war die Hilfe für den Nächsten und die Gemeinschaft bei Bränden sogar eine Bürgerpflicht und wer dieser Pflicht nicht nachgekommen ist, hat Ehre eingebüßt.

Mit der dann zunächst in Feuerwehrvereinen durch freiwillige Helfer organisierten Brandbekämpfung bürgerte sich in der Bevölkerung eine entsprechende Ehrbezeugung für diese Helfer ein.
Das Ehrenamt wurde geehrt.

Inzwischen haben sich die Aufgaben der Feuerwehren durch die heute vielfältigere Lebensweise, den enormen Verkehr, den technischen Fortschritt, die zunehmende Hilflosigkeit von Menschen in schwierigen Situationen und den wachsenden Egoismus erheblich erweitert, während die Würdigung dieser Leistungen und die Achtung der ehrenamtlichen Helfer eher zurückzugehen droht.

Hier müssen wir auf allen gesellschaftlichen und politischen Ebenen demonstrativ entgegenwirken, zunächst mit positiver Überzeugung, aber wenn nötig, auch mit strafrechtlichen Konsequenzen.

Denn gerade angesichts des demographischen Wandels können wir es uns für ein weiterhin funktionierendes Gemeinwesen nicht leisten, dass auch noch die Ehrenamtsquote in der Bevölkerung abnimmt.

Öffentliche Bekenntnisse zu unseren Feuerwehren, öffentliche Würdigung der ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer sind unsere erste Priorität und als zweites, auch eine gewisse Entschädigung des zusätzlichen Aufwands und der teils enormen physischen und psychischen Belastungen.

Bitte helfen Sie, werte Kameradinnen und Kameraden der Feuerwehren und Sie verehrte Mitbürgerinnen und Mitbürger mit, dass die Erfolgsgeschichte der Freiwilligen Feuerwehren auch weitergeht. Werden Sie Mitglied in der Feuerwehr und werben Sie auch weitere Freunde oder Familienmitglieder für den freiwilligen Feuerwehrdienst.

Persönlich und für den Markt Goldbach danke ich allen Kameradinnen und Kameraden der Feuerwehren ganz herzlich für ihr uneigennütziges ehrenamtliches Engagement und ich wünsche ihnen auch weiterhin die Freude an diesem Dienst, alles Gute und vor allem eine körperlich und gesundheitlich unversehrte Rückkehr aus allen Einsätzen.


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